Woche vom 13.05. bis 19.05.

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Montag, 13.05.2002
Die Nacht war, wie man sich wohl gut vorstellen kann, nicht gerade lange, insbesondere dann, wenn man am nächsten Morgen um 7.00 Uhr aufstehen muss. Der Vormittag verlief daher auch ziemlich unspektakulär. Wir hatten Vorlesung bis um 12.30 Uhr und das wars dann auch mit Studium für diesen Tag. Kurz noch was gegessen und im Internetraum vorbeigeschaut. Zack, bum das wars. Danach bin ich ins Bett gegangen, eigentlich wollte ich nur ein kurzes Nickerchen machen, aber dann habe ich doch den ganzen Nachmittag verschlafen und nicht nur das. Da ich nämlich Kopfschmerzen hatte, bin ich gerade liegengeblieben und hab bis zum nächsten Morgen durchgeschlafen. Mehr gibts leider nicht vom Montag zu berichten - désolé .

Dienstag, 14.05.2002
Dienstag vormittag ist nicht viel geschehen. Frühstück, Internetraum und dann ging auch schon die Vorlesung wieder los. Halt, vor der Vorlesung habe ich dann noch das gut schmeckende Mittagessen geniessen dürfen. Es ist zwar nicht unbedingt was für Feinschmecker, aber es ist wenigstens reichlich. In dem einen "ru", das so viel heisst wie restaurant univérsitaire oder schlicht Mensa. Immerhin, ein Stück Brot, Vorspeise, Hauptgang, Beilagen und ein Dessert. Eben alles was zu einem typisch französischen Essen dazugehört. 12.30 Uhr, also nichts wie in die Vorlesung. Ich will schliesslich nichts verpassen. Die Vorlesung selbst war relativ unaufregend, bis auf die Tatsache, dass wir mit einem Türken einen weiteren Kommilitonen dazu bekommen haben. Spannend wurde es dann, als wir das Klassenzimmer verlassen haben, um ins Sprachlabor zu gehen Plötzlich ist uns ein Typ entgegengekommen, der wie ein Verrückter rumgesprungen ist und was von "fuite de gaz" gesprochen hat. Wir sollen alle sofort das Gebäude verlassen! Mir gleich klar, was er mit "fuite de gaz" gemeint hat. Die Bauarbeiter, die neben dem Gebäude auf der Strasse arbeiten, haben ein Gasleitung erwischt. Erst dachte ich an einen Spass nach der Art von "Versteckter Kamera". Aber man weiss ja nie, also bin ich mal ganz gemütlich Richtung Ausgang gegangen. Aber ohne Panik zu verbreiten. Eben "tranquille". Als wir draussen angekommen sind, bot sich uns ein Bild von einem Meer von Studenten. Es war also wohl doch kein Scherz. Gut wir haben uns dann auf dem Rasen des Campus niedergelassen, um wenigstens ein bisschen Vorlesung zu haben, denn schliesslich haben wir ja für die Vorlesung bezahlt. Unsere Dozentin liess uns zwei Minuten spontan über irgendwelche Themen reden. Das ist so ein Spass von ihr, wenn als noch ein bisschen Zeit bleibt. Ist allerdings wirklich sehr gut. Als der Alarm vorbei war und wir auf dem Weg wieder ins Klassenzimmer waren, habe ich noch Veerle getroffen, mit der ich mich dann um 21.00 Uhr im "Chorus Café" auf einen Drink verabredet habe. Nach der Vorlesung habe ich mich dann noch schnell für einen Folgekurs eingeschrieben, diesmal nur "semi-intensif", das heisst 2 Stunden jeden Tag und dann ganz brav meine Hausaufgaben zu Hause gemacht und zu Abend gegessen. Dann war es auch schon Zeit, sich auf den Weg in die Stadt zu machen. Ich bin wie immer mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Keine 10 Minuten und man ist vom Campus aus ruckzuck in der Stadt. Dort hat dann auch schon Veerle mit einem Glas Weisswein auf mich gewartet. Ich hab mich leider um ein, zwei Minuten verspätet. Ich habe dann ein Glas Rotwein bestellt, und die Unterhaltung ging los. Veerle stellt sich als wirklich nettes Mädel heraus. Allerdings hat sie einen Fehler, den sie allerdings mit vielen Frauen teilt, die gut aussehen - sie raucht! Interessant ist auch ihr Gedankengut über die Deutschen. Sie stellt sich unter einem Deutschen einen braunhaarigen Mann mit leichtem Bauchansatz und Schnurrbart vor. Desweiteren findet sich Deutschland nicht sehr schön, wenngleich sie bisher nur Lüdenscheid gesehen hat, und das nun wirklich auch nicht die schönste Seite Deutschlands dastellt. Aber ich konnte sie dann doch davon überzeugen, dass Deutschland auch schöne Seiten hat. Da der Wein ihrer Meinung nicht gerade der Bringer war, haben wir uns noch für ein Bier entschieden, ich Heineken, sie 1664. Als dies ausgetrunken war, haben wir uns noch was zu essen gegönnt. Sie nahm einen Döner, ich bin bei einer belgischen Spezialität geblieben, Pommes Frites. Tja, dann haben gegessen und sie zudem noch auf die letzte Bahn gewartet, die um 0.20 Uhr kam. Und die kam dann auch, und der Abend war gelaufen. Ich hab dann noch kurz Ulrike nach Hause begleitet, die auch gerade auf dem nach Hauseweg war und ich beim Warten auf die Tram getroffen habe. Guts Nächtle.

Mittwoch, 15.05.2002
Es ist Mittwoch, der 15.05. im Jahre 2002. Vormittags Vorlesung und sonst nichts. Danach Essen in der Mensa, dann ein Blick in die Bibliothek um etwas zu lesen und sich zu entspannen. Bei dieser Gelegenheit hab ich dann auch gleich meine Hausaufgaben gemacht. Da der es nachmittags wirklich superspitzenklasses Wetter hatte, hab ich mich noch ein bisschen auf dem Campusrasen breit gemacht. Bei dieser Gelegenheit hab ich mir schnell meine Telefonkarte gegriffen, um Veerle anzurufen. Denn ich hatte plötzlich die geniale Idee, Inlineskates zu laufen. Aber so ganz alleine ist das halt nicht so schön. Ich hab sie auch tatsächlich erreicht, allerdings war sie gerade mitten beim Lernen. Daher war sie nicht so vom Inlineskates laufen begeistert. Allerdings wäre sie an einem kleinen Jogginglauf tags drauf interessiert. Gesagt, getan, schon haben wir uns für den nächsten Tag um 17.30 Uhr vor ihrem Studentenwohnheim verabredet. Ich hab dann noch Einkäufe getätigt und mich auf den Abend vorbereitet. Denn am Abend hat Bayer Leverkusen gegen Real Madrid im Finale der Champions League gespielt. Ich habe mich dann pünktlich auf den Weg in den "London Pub" gemacht. Bevor ich dort einmarschiert bin, hab ich noch kurz bei Ulrike vorbeigeschaut. Tja, und ich hab sie auch erwischt. Sie wollte sich gerade auf das Abendessen vorbereiten, hatte gerade ihre Hausaufgaben beendet. Ich hab sie in den "London Pub" eingeladet. Sie wollte dann später, in etwa einer Stunde nachkommen. Alles klar! Ich hab mich dann aufgemacht in den Pub. Eigentlich hatte ich erwartet, dass der Pub voll sein wird, aber dem war nicht so. Davon abgesehen, war ich der einzige Deutsche. Aber Spanier gabs auch weit und breit keine. Engländer dagegen waren einige da. Ich hab mir ein Bier bestellt, Knabberzeug gabs gratis dazu, und mich darüber beschwert, dass kein Schal von Bayer Leverkusen im Pub hing, von anderen Vereinen hingegen schon. "Gut, dann müsst ihr halt nach dem Finale einen Schal von Bayer kaufen, wenn sie nämlich das Finale gewonnen haben", hab ich dem Chef gesagt. Komischerweise haben die das Finale in RTL gezeigt, wie wenn es nicht im französischen Fernsehen gezeigt worden wäre. Aber gut, haben wir halt deutsches Fernsehen geschaut, auch nicht schlimm. Den Ton hatten sie ohnehin ausgeschaltet, damit man die tolle Musik auch hört. Nach dem 1:0 für Real war für mich die Sache eigentlich gelaufen, aber als dann Lucio das 1:1 erzielt hatte, war ich mir sicher, dass Bayer das Finale gewinnen wird. "Wenn die Mannschaft solche Stärke zeigt, dann schaffen sie das auch, und rennen und kämpfen können die Deutschen ja ohnehin". Aber das 2:1 durch Zidane war natürlich schon ein Klassetor. Leider haben sie es dann doch nicht geschafft. Ulrike war mittlerweile auch eingetroffen, sie ist kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit gekommen. Wir haben dann noch ein bisschen zusammen gefeiert und getrunken natürlich. Und vielleicht wären wir auch geblieben, aber nachdem uns der Kellner mit Bier überschüttet hat, unabsichtlich, sind wir eben gegangen. Als Entschuldigung habe ich einen Schnaps bekommen. Ulrike, die allerdings auch nass geworden ist, was ich anfangs nicht bemerkt habe, hat nichts bekommen, obwohl ich mich lautstark beschwert habe. Der Kellner wollte uns dann ein paar Lollis als Ausgleich gegeben, habe allerdings ein Freibier beantragt. Die Lollis habe ich dann genommen und dem Typ vor die Füsse geworfen. Das war eine schwache Vorstellung in Bezug auf Kundenfreundlichkeit. Ich überleg mir schwer, ob ich da nochmals hingehen werde.

Donnerstag, 16.05.2002
So, was war denn gleich am Donnerstag? Ach ja, ich hatte vormittags frei, daher hab ich versucht die Sache mit meiner Wohnung zu klären, damit ich auch nach meiner Aufenthaltsverlängerung noch eine Wohnung habe. Leider ist das ganze etwas schief gelaufen, und die Leute haben mich vom einen zum anderen geschickt, toll wirklich. So habe ich es leider vormittags nicht mehr schafft, die Sache klarzumachen. Nach der Vorlesung dann allerdings, konnte ich bei der CUEF meine Verlängerung beantragen. Ich soll mich dann nächste Woche nochmals melden - alles klar. So und jetzt habe ich mich auf das Laufen mit Veerle vorbereitet. Sporthose, Sportschuhe und T-Shirt schnell angezogen und fertig war ich. Pünktlich um 17.30 Uhr habe ich mich dann an dem Treffpunkt eingefunden. Veerle hat sich ein bisschen verspätet, aber gut das ist das Recht der Frauen. Da es sehr heiss war, habe ich Veerle vorgeschlagen anstatt laufen zu gehen, ein Eis in der Stadt essen zu gehen. Aber sie wollte lieber laufen. Das war mir auch Recht. Also sind wir durch die Hitze bis zur Isère gegangen, um dann im Schatten der um die Isère angepflanzen Bäume zu laufen. Veerle ist nicht gerade eine Spitzenläuferin, sie läuft sehr gemütlich. Daher habe ich mich dann immer ein bisschen von ihr abgesetzt, um dann mit Stretchingübungen mir die Zeit bis zu ihrem Eintreffen zu vertreiben. Wir sind etwa 3km gelaufen, ehe wir dann zusammen ein paar Stretchingübungen gemacht haben. Danach sind wir gemächlich zu ihr nach Hause gegangen, denn ich hatte mein Fahrrad bei ihr abgestellt. Bei der Gelegenheit habe ich sie noch auf ihr Zimmer begleitet, um ihr noch meine E-mail-Adresse zu geben. Denn leider würde das unser letztes Zusammentreffen bleiben, denn sie wird am Mittwoch ihre letzte Prüfung und wird danach nach Belgien zurückkehren. Veerle hat mich dann noch zum Essen eingeladen. Wir haben dann zusammen Kartoffeln und Karotten geschählt, dazu haben wir Fisch gebacken. Es war wirklich ein gutes Essen. Vor allem das frische Gemüse habe ich lange nicht mehr geniessen dürfen. Dabei hätte ich das auch locker selbst machen können. Das werde ich auch später in jeden Fall machen. Mittlerweile war es auch schon nach 21.00 Uhr und Veerle wollte sich noch auf ihre Prüfung vorbereiten. Also habe ich mich verabschiedet. Vielleicht sehe ich sie ja wieder. Am 10.06. möchte sie zurückkommen. Wenn sie nicht mir ihrer Mutter zurückkommt, werden wir uns mal treffen, um was gemeinsam zu unternehmen.

Freitag, 17.05.2002
Ach ja, was gibts denn vom Freitag zu berichten? Natürlich hatte ich auch heute wieder Vorlesung, wie gewöhnlich. Somit ging es schon früh los, denn Vorlesung war um 8.30 Uhr. Von der Vorlesung selbst gibts nicht viel zu erzählen. Ich habe natürlich viel gelernt ganz klar. Überhaupt kann man sagen, dass diese Vorlesungen in französischer Sprache sehr viel bringen. Es wird schliesslich nur Französisch gesprochen, denn ausser mir, kann von meinen Kommilitonen eh keiner Deutsch. Nach der Vorlesung frägt Ruth, die Australierin unter uns, ob man sich am Nachmittag nicht auf einen kleinen coup treffen möchte. Sie meinte damit, ob man sich nicht in der Stadt treffen sollte, um einen kleinen Drink zu nehmen. Denn das Wetter hat wirklich dazu eingeladen. Strahlendblauer Himmel. Ideal also, um sich in der Stadt zu einen Bierchen niederzulassen. Also hat man sich um 17.00 Uhr in der Stadt verabredet. Vorher habe ich wie gewöhnlich noch die Zeitungen in der Bibliothek gelesen und auch schon mal ein paar Hausaufgaben gemacht. Dann noch kurz ne Stunde hingelegen und schon war es Zeit, aufzubrechen. Da ich etwas früh dran war, hab ich noch kurz im "fnac" vorbeigeschaut, einem Eletronikgeschäft in Grenoble. Hier findet man alles im Bereich Elektronik und Bücher. Etwa mit Octomedia oder Mediamarkt bei uns zu vergleichen. Ich habe mich nach einem Radiowecker umgeschaut, denn ich wollte, jetzt wo ich noch einen Monat länger bleibe, auch dauernd die französische Sprache hören. Ich habe aber nicht gefunden. Ohnehin wollte ich mich nur mal umschauen, den Markt sondieren und mir einen Eindruck machen. Pünktlich um 17.00 Uhr haben wir uns dann an der Tramhaltestelle "Notre Dame" getroffen. Dann haben wir uns in einem Strassencafé niedergelassen. Ich und Antonella haben ein Bierchen getrunken, Ruth einen Monaco, das ist ein Gemisch aus Bier, Grenadine und Limoande. Schmeckt überigens gar nicht schlecht. Tja, man hat sich über dies und das unterhalten, ich hab von Baden-Baden erzählt, dem Casino, den Thermen, der Stadt, den vielen alten Leuten, und vom Pferderennen. Plötzlich war überhaupt Deutschland das Thema. Und was mich überrascht, wenn man von Deutschland spricht, dann spricht man vom Oktoberfest und sonst nichts. Oder sagen wir zumindest in erster Linie. Ruth hat dann noch ihre Deutschkenntnisse ausgepackt. Aber bis auf Brezel und Plätzchen kam dann doch nicht mehr raus. Aber immerhin! Mittlerweile war es kurz vor 19.00 Uhr und ich wollte noch ins Carrefour, einem grossen Kaufhaus in Frankreich. Mit dem Fahrrad ist man das ganz schön lange unterwegs, also nichts wie los. Knapp 30 Minuten hab ich gebraucht, ehe ich es gefunden habe. Die Radiowecker waren dann auch schnell gefunden, ausprobiert und gekauft. 13,99 Euro hat er gekostet. Er erfüllt voll seinen Zweck, ist ein gutes Gerät. Am Abend haben dann Nicolas, José und ich noch einen Film geschaut, "Exchange". Ein Actiontriller, natürlich in französischer Sprache. Aber ich hab alles verstanden, kein Problem. Tja und das wars dann für den Freitag. Gute Nacht!

Samstag, 18.05.2002
Samstag morgen wurde ich von José aus den Federn geklopft. Aber der Grund war ein äusserst angenehmer. Denn er wollte mir den Fernseher von Ludevine geben, die das Wochenende über nicht da war und ihn daher José gegeben hatte. Der wiederum braucht ihn jetzt nicht, da er zusammen mit Nicolas zum Klettern nach St.-Etienne fährt. Also konnte ich mich auf ein Wochenende mit Fernseher freuen, hier im Wohnheim etwas ganz Aussergewöhnliches, denn es hat fast niemand einen Fernseher. Immerhin sind die Leute ja auch wegen dem Studium da, haben wenig Geld, das alles fürs Essen draufgeht, und ohnehin gibt es hier genug in der Freizeit zu machen. Die meisten gehen klettern, die Berge laden schliesslich gerade dazu ein. Tja, so traurig es klingt, aber ich habe dann den ganzen Nachmittag mit Fernsehen verbracht. Am Abend habe ich dann das Fussballspiel Frankreich gegen Belgien verfolgen können. Es war ein interessantes Spiel, das Belgien nicht ganz unverdient gewonnen hat. Nachdem Belgien in Führung gegangen ist, haben die Franzosen noch in der ersten Halbzeit ausgeglichen, ehe in der letzten Minute ein alter Bekannter aus der Bundesliga, Marc Wilmots, ehemals bei Schalke 04 unter Vertrag, das 2:1 für Beligien erzielte. Ich hab mir noch überlegt, ob ich nicht Veerle anrufen soll, damit sie vorbeikommt und mitschaut, immerhin haben ihre Landsleute gespielt. Aber ich habe es dann gelassen, denn immerhin steht sie ja unmittelbar vor den Prüfungen, und ich hätte sie sicher beim Lernen gestört und vielleicht sogar davon abgehalten. Aber sie haben ja auch ohne ihre Unterstützung gewonnen.

Sonntag, 19.05.2002
Juhu, Feiertag! Es ist Pfingsten. Nur leider habe ich hier Frankreich nicht viel davon mitbekommen, wenngleich auch in Frankreich Pfingsten gefeiert wird. Nur leider nicht auf dem Campus, denn wie jedes Wochenende sind die Studenten das Wochenende über alle nach Hause gegangen. Bis auf ein paar eben. Aber man schon an den verschlossenen Fensterläden sehen können, dass nicht allzu viele dageblieben sind. Also, was den Sonntag über machen, so ganz allein! Ich hab mich für Fernsehen entschieden, den ganzen Tag! Dabei habe ich ein Spiel der franzöischen Basketballiga sehen können, Pau-Orthez gegen Chaleins. Chaleins hat 77:73 gewonnen, Glückwunsch. Desweiteren habe ich am Abend einen Film mit Louis de Funes sehen können - La Grand Vadrouille. Zu übersetzen etwa mit "die grosse Tour". Ich habe den Film auf jeden Fall auch schon in Deutsch gesehen. Nichtsdestotrotz habe ich mich an nichts errinnern können. Aber verstanden habe ich dennoch nahezu alles. Es gab zwischendurch auch einige Sätze in deutscher Sprache. Denn der Film spielte in der Zeit der deutschen Besatzung in Frankreich. Was aber komisch ist, im Vergleich zu Deutschland zumindest, in Frankreich wird auf allen Sendern Werbung gezeigt, also auch bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten wie France 1, 2 oder 3. Gut, in Deutschland zeigen diese Sender auch Werbung, aber nicht zwischen den Filmen und auch nicht vor 20.00 Uhr und schon gar nicht an Samstagen und Sonntagen und sowieso nicht an Feiertagen. Nach dem Film war ich dann auch so müde von den Anstrengungen des Tages, dass ich gleich eingeschlaffen bin - schnarch, schnarch!


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